Ex 20,23
Oliver Achilles
לֹא תַעֲשׂוּן אִתִּי אֱלֹהֵי כֶסֶף וֵאלֹהֵי זָהָב לֹא תַעֲשׂוּ לָכֶֽם׃
²³ Ihr werdet euch mit mir nicht Götter von Silber und Götter von Gold machen; ihr werdet [sie] nicht für euch machen.
Apostelgeschichte: Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Aber was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers [steh auf und] geh umher.
Apg 3,6
Cyprian von Karthago:
Ebenso in Psalm 134
: Die Bildwerke der Völker [sind] Silber und Gold, Werke der Hände der Menschen. Sie haben einen Mund und werden nicht reden, sie haben Augen und werden nicht sehen, sie haben Ohren und werden nicht hören, denn es ist nicht einmal Lebenshauch in ihrem Mund. Ihnen sollen ähnlich werden alle, die sie machen [und alle, die sich auf sie verlassen]. (Ps 134,15-18 Vetus Latina) Ebenso in Psalm 95
: Denn alle Götter der Völker [sind] Dämonen: aber der Herr machte die Himmel. (Ps 95,5 Vetus Latina) Ebenso in Exodus
: Ihr werdet euch nicht Götter aus Gold machen und nicht Götter aus Silber. (Ex 20,23 Vetus Latina) Und wiederum
: Du wirst dir nicht ein Götzenbild noch die Ähnlichkeit von irgendetwas machen. (Ex 20,4 Vetus Latina)
Ad Quirinum III,59; CSEL 3.1 (1868) S. 160-161
Gregor von Nyssa: Denn das göttliche Wort verbietet besonders, dass das Göttliche mit dem von den Menschen her Bekannten verglichen werde: weil jedes sinnlich Wahrgenommene, das gemäß einer umfassenden Einbildungskraft (fantasía) durch eine gewisse Überlegung und Vermutung des Geschöpfs entsteht, ein Götzenbild gestaltet und nicht Gott verkündet.
De vita Moysis 165; MPG XLIV 377
Viertes Konzil im Lateran: Weil zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf keine so große Ähnlichkeit festgestellt werden kann, dass zwischen ihnen nicht eine [noch] größere Unnähnlichkeit festgestellt werden müsse.
DHS 806
Martin Luther: Denn Gott zuhaben kanstu wol abnemen, das man yhn nicht mit fingern ergreiffen und fassen noch ynn beutel stecken odder ynn kasten schliessen kan. Das heisset yhn aber gefasset, wenn yhn das hertz ergreiffet und an yhm hanget. Mit dem hertzen aber an yhm hangen ist nichts anders denn sich gentzlich auff yhn verlassen.
Der große Katechismus: Auslegung des ersten Gebots WA 30, S. 134
Jean Calvin: Gott in sichtbarere Gestalt abzubilden, halten wir für unrecht, weil er es selbst untersagt hat und weil es nicht ohne Entstellung seiner Herrlichkeit geschehen kann.
Institutiones I,11,12; Ü: Otto Weber (⁶1997) S. 47
Robert Alter: Mit mir. Die Präposition ’iti scheint annäherungsweise dieselbe Bedeutung zu haben wie ‘al panai, „neben mir“, im ersten Gebot, und dieses Verbot des Götzen-Machens ist eine Wiederholung des ersten der zehn Worte. [Sie] machen. Das Akkusativ Pronomen kommt im Hebräischen nur indirekt vor.
The five Books of Moses (2004) S. 433 Fn. 23
Jon Sobrino: Lateinamerikanische Theologie untersucht die Frage nach Gott von den Ursprüngen des heutigen Lateinamerika her. „Millionen von Menschen wurden auf dem Altar von Gold und Silber geopfert. Gold und Silber wurden die neuen Götter.“ (Trinidad/Bonino) Leonardo Boff fragt, während er analysiert, was vor fünfhundert Jahren geschehen ist: „Warum so viel Gewalt? (…) Nur um den Christen zu ermöglichen, 'ihr grundlegendes Ziel zu erreichen, das ist Gold',“ und das ist die grundlegende These des Buches Dios o el oro en las Indias (Gott oder das Gold in Indien) von Gustavo Gutierrez. Damals wurde es Gold genannt, heute hat es raffiniertere Namen, aber seine Ergebnisse sind dieselben, „die gleiche Geschichte wird mit neuen Protagonisten wiederholt“, wie Ellacuria sagt. Die grundlegende Tatsache ist, dass alte und neue Götzen Opfer produzieren. In den einfachen Worten von zwei panamesischen Bischöfen aus jüngster Zeit: „Gold, ein Gott, der Opfer erzeugt. Der Dollar, ein Gott der Tod hervorbringt.“
God of life and idols of death; in: Jesus the liberator (1993) S. 185